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Kulturhäppli 2026
Am Samstag, 6. Juni 2026, durfte die Klasse 5b am Kulturhäppli in Döttingen auftreten. Was die Besucherinnen und Besucher an diesem Tag sahen, waren fröhliche Kinder, traditionelle Tänze und strahlende Gesichter. Was sie nicht sahen, waren die vielen Stunden Vorbereitung, die Herausforderungen und die Entwicklung, die hinter diesem Auftritt steckten.
Als wir mit dem Projekt starteten, waren viele Kinder unsicher. Manche hatten noch nie getanzt, andere trauten sich kaum, sich vor ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu bewegen. Die Schritte wirkten kompliziert, die Abläufe mussten immer wieder geübt werden und nicht jeder Probentag verlief reibungslos. Es wurde geschwitzt, gelacht, nachgedacht und immer wieder weitergeübt. Doch genau darin lag der Wert dieser Erfahrung.
Mit jeder Probe lernten die Kinder nicht nur neue Tänze kennen, sondern auch wichtige Fähigkeiten für das Leben. Sie lernten, aufeinander zu achten, miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig zu unterstützen. Schnell wurde klar: Ein Tanz gelingt nur, wenn alle zusammenarbeiten. Jeder Schritt zählt, jede Person ist wichtig.
Besonders berührend war zu beobachten, wie die kulturellen Unterschiede immer mehr in den Hintergrund rückten. Die Kinder lernten Tänze aus verschiedenen Ländern kennen, oft unabhängig von ihrer eigenen Herkunft. Anfangs waren manche Schritte ungewohnt und fremd, doch schon bald spielte das keine Rolle mehr. Die Kinder lachten miteinander, halfen sich gegenseitig und lernten voneinander. Dabei wurde deutlich, worum es eigentlich geht: Nicht um Herkunft, Sprache oder Traditionen, sondern um die Menschen dahinter. Denn am Ende sind wir alle gleich, Mensch ist Mensch.
Viele Kinder entdeckten während dieser Zeit eine neue Seite an sich. Einige fanden Freude am Tanzen, obwohl sie sich dies zu Beginn nie hätten vorstellen können. Andere wuchsen über sich hinaus, zeigten Mut oder übernahmen Verantwortung für die Gruppe. Aus einzelnen Schülerinnen und Schülern wurde Schritt für Schritt ein Team.
Begleitet von ihrer Klassenlehrerin Hyra Kryeziu meisterten die Kinder die Herausforderungen gemeinsam. Was anfangs schwierig erschien, wurde durch Ausdauer, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung zu einem gelungenen Auftritt. Die Freude und der Stolz der Kinder waren am Kulturhäppli deutlich spürbar.
Der Applaus am Ende war deshalb weit mehr als nur Anerkennung für einen Tanz. Er war die Würdigung eines Weges, auf dem die Kinder gelernt haben, dass Vielfalt keine Trennung schafft, sondern verbindet. Dass Kommunikation Brücken baut. Dass gegenseitiger Respekt und Offenheit eine Gemeinschaft stärken. Und dass Menschen, unabhängig von Herkunft, Sprache oder Kultur, viel mehr gemeinsam haben als sie manchmal denken.
Die Klasse 5b wird diesen Anlass nicht nur wegen der Tänze in Erinnerung behalten, sondern vor allem wegen der Erfahrungen, die sie gemeinsam sammeln durfte.
Denn am Ende ging es nicht darum, perfekt zu tanzen. Es ging darum, gemeinsam zu wachsen.
Klasse 5b
Klassenlehrerin Hyra Kryeziu