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Traubenlesen
Donnerstagmorgen, die Löwenzahnkinder waren bereit. Zuerst noch in den Kindergarten hinein, um im Kreis zu besprechen, dann ging es zum Rebberg hoch, um Trauben zu lesen. Oder wie uns Felix Knecht später erklärte, „wümmlete“ oder „wümmet“.
Wir liefen die Schiltihalde hoch durch die Reben. Oben angekommen, machten wir zuerst eine Znüni-Pause. Frisch gestärkt ging es zum Hof von Felix. Von Weitem sahen wir seinen grünen John-Deere-Traktor. Wo der Traktor ist, ist Felix nicht weit. Felix war schon zwischen den Reben und kam uns begrüssen. Er erklärte uns in einfachen und verständlichen Worten, wie die Arbeit beim Winzer das Jahr hindurch aussah und dass jetzt der Höhepunkt des Jahres sei, wenn die Trauben gelesen werden. Wir hörten ihm aufmerksam zu und boten zum Schluss unsere Hilfe an. Natürlich konnte Felix unsere Hilfe gut gebrauchen. Nach einer Einführung machten wir uns voller Eifer an die Arbeit. Mit der Rebschere mussten wir vorsichtig die Trauben abschneiden und in die Kiste legen. Wenn die Kiste voll war, wurde sie mit anderen vollen Kisten auf den Schlitten geladen und zum Traktor hinuntergezogen. Dort standen die grossen Paloxen bereit. Man musste sich geschickt anstellen, die Kisten mit dem Schlitten über das Gras zu ziehen und schauen, dass sie nicht kippten. Danach füllte man sie in die Paloxen um. Auch mussten wir uns sehr konzentrieren, alle Trauben zu ernten und nicht welche hängen zu lassen. Die Kinder waren sehr fleissig und hatten grosse Freude, mitzuhelfen. Auch durften wir die süssen Trauben versuchen, das schmeckte himmlisch. Es ging ein unvergesslicher Morgen in den Reben zu Ende. Wir möchten Felix an dieser Stelle herzlich für sein Engagement am Kindergarten Döttingen danken.
(Nadja Membrez)